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Die Badminton Spielregeln

Victor-Spielregelposter

 

Seit dem 01. August 2006 gilt in Deutschland die Rallypoint - Zählweise.

So wird bei der Rallypoint-Zählweise gezählt

Die IBF hat die Zählweise am 06. Mai 2006 im Badmintonsport für gültig erklärt. Sie tritt für das Verbandsgebiet des DBV zum 01. August 2006 in Kraft.

Hier die Wichtigsten Neuerungen in einfacher Form.

 

Fassung vom 01. Juli 2006

Punkterwerb: Bei der Rallypoint-Zählweise wird für jeden Ballwechsel ("Rally") ein Punkt vergeben.

Aufschlagrecht: Als Aufschläger erhält man beim Gewinn des Ballwechsels einen Punkt, als Rückschläger einen Punkt und das Aufschlagsrecht für den nächsten Ballwechsel. Es Schlägt also stets die Seite auf, die den vorhergegangenen Ballwechsel gewonnen hat.

Stellung im Einzel (wie bisher bei der Traditionellen Zählweise): Bei geradem eigenen Punktestand erfolgt der Aufschlag von rechts, bei ungeradem von links. Das erste Aufschlagsrecht wird ausgelost.

Satzende: Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte pro Satz, wobei am Satzende ein Vorsprung von mindestens zwei Punkten erreicht sein muss. Dies gilt für alle Disziplinen, also auch für Dameneinzel. Da bei 21:20 kein Zweipunktevorsprung besteht, wird solange weiter gespielt, bis eine Partei zwei Punkte Vorsprung hat, maximal allerdings bis 30 Punkte. Bei 29-beide führt der nächste Punkt zum Satzgewinn. Knappstes Ergebnis ist also 30:29.

Seitenwechsel dritter Satz: In eiunem dritten Satz sind beim erstmaligen Erreichen des Punktestandes 11 die Spielfeldseiten zu wechseln.

Pausenregelung: Erreicht in einem Satz die Führende Partei 11 Punkte, so gibt es eine Pause von Maximal einer Minute. Zwischen zwei Sätzen (erstem zum zweiten bzw. zweitem zum dritten ) gibt es eine Pause von jeweils maximal zwei Minuten. In allen Pausen darf das Spielfeld und die Umgebung des Spielfeldes verlassen werden. Damit die Pausen nicht regelwidrig ausgedehnt werden, muss der Spiler allerdings bis spätestens 20 Sekunden vor dem Weiterspielen wieder auf dem Spielfeld seinb. (Regel 16.2. und 16.5.2.) Die 5-Minuten-Pause vor dem drittem Satz gehört der Vergangenheit an.

Coachen: In den (6) genannten Pausen darf wie bisher gecoacht werden. Zusätzlich darf unter bestimmten Bedingungen zwischen den Ballwechseln gecoacht werden. Siehe dazu unten die "Richtlinien für das Coachen" des DBV-Schiedrichterausschusses.

Regelungen für die Aufschlagsituation in den Doppeldisziplinen

Dringende Empfehlung: Da die Rallypoint-Zählweise vor allem im Doppel ungewohnt ist, wird dringend empfohlen, laut mitzuzählen. Das könnte im ersten Satz jene Partei machen, die das erste Aufschlagsrecht hat, im Zweten die andere.

Grundlage für die Reihenfolge der Aufschlagenden ist der "Viererzyklus": Das Aufschlagsrecht wechselt während eines Satzes in folgender Reihenfolge zwischen den Spielern. - erster Aufschläger bei Null beide (beginnt im rechten Aufschlagsfeld, - Partner des ersten Rückschlägers, - Partner des ersten Aufschlägers, - erster Rückschläger, - erster Aüfschläger usw. Regel 11.4. Im nächsten Satz darf die Reihenfolge verändert werden. Achtung: Diese Reihenfolge müssen sich die Spieler unbedingt merken, sie bleibt während des ganzen Satzes unverändert.

Punktgewinn Aufschläger: Gewinnt die aufschlagende Partei den Ballwechsel, so schlägt der Aufschläger weiter auf. Er wechselt in das andere aufschlagsfeld und schlägt auf den Partner des ersten Rückschlägers auf. Bei mehreren Punktgewinnen wechselt er also immer zwischen dem rechten und linken Aufschlagsfeld (Regel 11.3.1.) Achtung: Der Punktgewinn nach eigenem Aufschlag ist die einzigste Situation, nach der es zum Positionswechsel der Partner kommt (Regel 11.1.5.)

Punktgewinn Rückschläger: Gewinnt die rückschlagende Partei den Ballwechsel, so erhält sie Punkt und Aufschlagsrecht. Die Positionen werden weder auf der Verliererseite noch auf der Gewinnerseite gewechselt. Wer aufzuschlagen hat, ergibt sich aus dem Viererzyklus. Das Aufschlagsfeld aus dem nach dem Aufschlagswechsel aufgeschlagen wird, ergibt sich aus dem Spielstand. Bei eigenem geraden Punktestand ist aus dem rechten Aufschlagsfeld aufzuschlagen, bei eigenem ungeraden Punktestand aus dem linken Aufschlagsfeld.

Falsche Stellung: Sollten die Spieler merken, dass es zuu einem Positionsfehler gekommen ist, ist dieser zu korrigieren. Konsequenzen in Hinblick auf Punktestand oder Aufschlagsrecht gibt es  nicht (Regel 12.2.)

Rekonstruktion der Position im Doppel bei Orientierungslosigkeit

Sollte  einmal das große Chaos auf dem Feld ausgebrochen sein und niemend weiß mehr, wer wo zuletzt gestanden hat, sind mit wenigen Überlegungen die Stellungen zu rekonstruieren.

Drei Basisinformationen sind allerdings notwendig:

An einer Stelle muss die Reihenfolge im Viererzyklus bekannt sein.

Der Spielstand muss bekannt sein.

Man muss sich einig sein, wer den letzten Ballwechsel gewonnen hat.

Neuorientierung von der rückschlagenden Partei aus

Trotz aller möglicherweise vorgefallenen Turbulenzen hat sie definitiv keinen Punkt gewonnen, d.h. sie muss sich erinnern, wer von beiden der letzte Aufschläger war (bei gerader Punktezahl hat er zuletzt aus dem rechten Aufschlagsfeld aufgeschlagen und muss dort immer noch stehen). Aufgrund des Viererzyklus ergibt sich dann, wer von den gegnerischen Spielern das Aufschlagsrecht von ihm übernommen hat und immer noch hat. Das Aufschlagsfeld, aus dem dieser Spieler aufzuschlagen hat, ergibt sich aus dem gegnerischen Punktestand.

Neuorientierung von der aufschlagenden Partei aus

Wenn der letzte Ballwechsel gewonnen wurde ist klar, wer weiterhin aufschlägt. Welcher der beiden Spieler der Aufschläger war, daran sollten sich die Spieler auch nach heftigsten Turbulenzen erinnern.

Richtlinien für das Coachen im Spielbetrieb des DBV und seiner Landesverbände

Coachen in den Pausen

In der Ein-Minuten-Pause bei 11 in den Sätzen und in den Zwei-Minuten-Pausen zwischen den Sätzen ist das Coachen wie bisher erlaubt.

Coachen zwischen den Ballwechseln

Die Regel 16.5.1. besagt darüber hinaus, dass nicht nur in den Ein- bzw. Zwei-Minuten-Pausen gecoacht werden darf, sondern auch zwischen den Ballwechseln, also wenn der Ball nicht im Spiel ist. Dies ist allerdings an gewisse Bedingungen geknüpft. Die Ausführungsbedingungen sind vom DBV-Referat für Schiedrichterwesen für den Spielbetrieb aller Klassen im DBV und seinen Landesverbänden wie folgt festgelegt:

Das Coachen darf nur von einem Coach erfolgen, der auf der Seite seines Spielers hinter dem Spielfeld auf einem eigens für ihn bereitgestellten Stuhl sitzt. Mit dem Seitenwechsel des Spielers hat er ebenfalls die Seite zu wechseln.

Das Hineinrufen von Anweisungen von Bank, Tribüne oder aus dem Hallenraum usw. und das Geben von Ratschlägen durch Personen, die nicht die Coach-Rolle einnehmen, ist nicht erlaubt.

Das Coachen beschränkt sich auf Anweisungen, die der Coach von seinem Stuhl aus, an den Spieler gibt. Sie sind in gemäßigter Form auszuführen.

Während der Ballwechsel darf keinesfalls gecoacht werden.

Ein Coach darf jeweils nur ein Spiel gleichzeitig coachen. Ein Wechsel des betreuten Feldes während eines Wettkampfes ist allerdings erlaubt. Voraussetzung dabei ist, dass die gegnerischen Spieler dadurch nicht gestört werden.

Damit das Coachungrecht ausgeübt werden kann, haben die Heimvereine die Verpflichtung, Stühle bereit zu stellen. Dies gilt ebenso für Turnierausrichter.

   
© Brit Anton